Dein Gehirn 1.000 ist mal schneller ist als der schnellste Supercomputer der Welt
Der größte Supercomputer würde Tage brauchen, um zu errechnen, wie ein Vogel auf einem Ast landen könnte. Und dennoch packen das die kleinen Vogelhirne mit Leichtigkeit. Dein Gehirn besteht aus so viele Neuronen (Nervenzellen), wie es Sterne in der Milchstraße gibt. Ein Stück deines Gehirns in der Größe eines Sandkorn enthält 100.000 Neuronen und 1 Milliarde Synapsen. Synapsen sind die Stellen, an denen sie sich mit anderen Neuronen verbinden. Dein Gehirn ist immer eingeschaltet, es schaltet sich während deines gesamten Lebens niemals ab oder ruht sich aus.

Dein Unterbewusstsein ist Hüter eines Schatzes
Dein Gehirn erhält circa 600.000 Information Einheiten pro Sekunde. Gerade jetzt, während du hier sitzt, bekommst du jede Menge Signale wie z.B. deine körperliche Verfassung, wie warm oder kalt deine Hände sind, Helligkeit, Hintergrundgeräusche, Temperatur oder der Druck des Stuhls usw. All das verarbeitet das Gehirn, ohne dass dein Bewusstsein davon etwas mitbekommt. Damit es nicht überlastet wird und um dich vor dieser Reizüberflutung zu schützen, werden nach circa 40 Sinneseindrücken, die gleichzeitig das Gehirn erreichen, der Input in einem anderen Speicher umgeleitet: Ins Unterbewusstsein, wo sie in rasender Geschwindigkeit verarbeitet, ausgewertet und sortiert werden. In den Vordergrund, also ins Bewusstsein treten sie nur dann, wenn sie plötzlich dringlich werden (wenn zum Beispiel der Stuhl unter dir zusammenbricht). Der Verstand ist also begrenzt und macht nur einen kleinen Teil deines tatsächlichen Wissens aus. Dieser Informations-Speicher deines Unterbewusstseins spielt eine wesentliche Rolle bei der intuitiven Wahrnehmung. Denn manchmal dringt aus diesem riesigen Wissensschatz ein Fetzen ins Bewusstsein und das ist die Intuition. Ich habe einen schönen Vergleich gelesen. Du kannst dir das so vorstellen, dass die Arbeiter in der Werkstatt deines Unterbewussten fleißig waren, ohne dass dein Bewusstsein dass registrierte und schließlich das fertige Bild nach oben durchgereicht haben. 2001 entdeckte der amerikanische Neurologe Markus Raichle, dass es in unserem Gehirn Areale gibt, die eine ständige Basisaktivität aufweisen und die nichts mit unserem Denken zu tun haben. Da diese Aktivitäten geordneten Mustern folgen, geht Raichle davon aus, dass unser Gehirn so den Zugang zu unserem Wissen verarbeitet. Du weißt also viel mehr als du denkt, denn in deinem Unterbewussten liegen riesige Informationsschätze. Intuition erlaubt so nicht nur schnellere Entscheidungen, sondern spart auch Energie, schließlich hat das Gehirn schon Schwerstarbeit geleistet und Millionen von Informations-Fetzen gesammelt.

Intuition im Alltag
Es lohnt sich also, auf die Intuition zu hören. Am besten geht es, wenn wir in einem entspannten Zustand sind. Deshalb fallen uns häufig die besten Ideen in der Dusche ein. Genau dann, wenn wir nicht an das Problem denken. Mein Tipp für dich heute, wenn du irgendwann nicht weiterkommt, grübele nicht mehr darüber nach. Ich habe für mich so etwas wie eine ‚virtuelle Schublade“ entwickelt. Wenn ich mit einem Problem feststecke, packe ich es gedanklich in eine Schublade, schliesse sie und denke bewusst an etwas Anderes. Das hilft mir übrigens auch sehr, wenn ich vor lauter Grübeln nachts nicht schlafen kann.